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Montag, 31. Januar 2011

Sonderedition FIDSCHI - mal raus aus Oz

FIDSCHI - im Land, wo es vor 130 Jahren noch Kannibalismus gab


Donnerstag, 20.01.2011:

Nach Post und Frühstück mit Bahn zum International Airport – das letzte Mal dort „richtig“ gewesen, als wir im Oktober 2009 angekommen sind
Umsteigen in Wynyard ist mit Gepäck einiges praktischer als in Central; was City Rail empfiehlt
Trotz Air Pacific ein Qantas Ticket bekommen und so auch in Qantas-Lounge gekommen
Wetterbericht in Tageszeitung zeigt momentanen Stand/Lage des "Kreuz des Südens" - das heisst, dass wir, als das neue Jahr vielleicht gerade eine Stunde alt war, tatsächlich das Kreuz von unserem Balkon aus endlich gefunden haben
Direkt ab Einsteigen in den Flieger gab es "Fiji Feeling" mit ganz viel "Bula Bula!" und Musik, wie man sie auch aus Legden kennt
"Bula!" ist ein für fast alles zu gebrauchender Ausdruck, ähnlich wie in Costa Rica "Pura Vida", meistens aber einfach nur gut für "Hallo!"
auch "normale" Männer geben die „Saftschubse“; normal = man würde ihnen auch Handwerkerberufe oder ähnliches zutrauen
sehr netter Service - das Essen ist so wie auf den meisten Flügen und läuft ehr unter "naja..."
Boing 747 war vorher im Dienst der indonesischen „Garuda“ Fluggesellschaft
Nach Blog-Eintrag von Mel und Mark waren wir auf das Schlimmste bei der Einreise gefasst
Die Herren bei der immigration waren nett, aber dann... Lutz hatte seinen Koffer und ich sah meine Reisetasche auf der anderen Seite des Bandes ankommen, aber als sie bei uns vorbeikommen sollte, war sie nicht mehr da!! Also alle Leute abgesucht, wer die Tasche haben könnte; Lutz blieb dann am Kofferband und ich zwischen den beiden Röntgengeräten, um den "Täter" abzupassen; nichts passierte; Lutz hielt schon jemanden vom Flughafen an, dass jemand unser Gepäck hätte; eine Reisetasche, die meiner ein wenig ähnlich sah, war über; eine Durchsage wurde gemacht und die Halle leerte sich, die Angestellten des Duty Free-Ladens und die Zöllner fingen an, langsam aufzuräumen; Brian aus Killara, was bei uns in Sydney relativ in der Nähe ist, war wohl nicht mehr da und somit vermutlich auch nicht mehr meine Tasche; eine Frau fing an, meine Kontaktdaten aufzunehmen; sie sagte uns, sie würde versuchen, Brian zu erreichen, aber der sei laut Einreisekärtchen unterwegs auf eine der Inseln, vor morgenfrüh würde nichts mehr passieren; na, suuuuper!!; sie fing gerade an zu schreiben, als eine Hektiker reingerannt kam, einen Einheimischen im Schlepptau mit meiner Tasche; Brian hatte keine Zeit; mein Gemaule bekam er schon garnicht mehr mit und Lutz’s Kommentar, was Brian denn mit Damenkleidung wollte auch nicht; er kam mit meiner geröntgten Tasche rein und rannte mit seiner ungeröntgten Tasche raus; wir sind dann auch endlich los, Richtung Ausgang; Lutz's Koffer haben wir noch röntgen lassen, weil eine Frau fragte, was noch nicht geröntgt sei, wir hätten aber auch einfach so rausrennen können; hoffentlich war das Auto noch da, was uns zum Hotel bringen sollte!!
Dann wurden wir mit Muschelketten empfangen und hatten Glück, dass das Auto noch da war; uns irritierte erstmal, dass jeder uns schon kannte und uns mit einem "Ach, Ihr seid das mit dem verlorenen Gepäck!?" begrüsste; des Rätsels Lösung war, dass Dussel Brian von dem selben Unternehmen abgeholt worden war; man hatte seinen Namen gehört und richtig kombiniert und daraufhin Brian zurückkommen lassen
Schon auf der Fahrt zum Hotel wurden wir gewarnt, doch nur Taxis bei den Hotels zu bestellen, aber keins "von den Indern" in der Stadt (Nadi) zu nehmen - die würden einen ja nur betrügen. Soso....
Es war schon dunkel, als Mosese unser Fahrer uns durch Nadi fuhr, was dort in den "Vororten" aus einer langen Strasse besteht
links und rechts und manchmal auch mitten auf der Strasse Rinder und Hunde
mit Getrommel und Maracujasaft wurden wir dann im Hotel empfangen - das Getrommel heisst einen hohen Gast willkommen; im Reiseführer stand, dass früher auch getrommelt wurde, wenn es einen Menschen zu essen gab - als Sammelruf und vielleicht anders als unser Begrüssunggetrommel
die einheimischen Angestellten vom Hotel erscheinen mit ihrer kräftigen Statur erstmal seltsam, da in der westlichen Welt meist ehr schlanke Leute eingestellt werden
nachmittags hatte es geregnet (im Januar ist auf Fidschi Regenzeit) und die Luft war unheimlich feucht und warm
schönes Appartment mit Terrasse
in der Hotel-Lobby viele Liegen, die zum Gammeln einladen und der Wasserspender bei uns um die Ecke ist von dieser einen amerikanischen Firma, die in Europa hauptsächlich Krane produziert und vertreibt
der Hotelarchitekt muss sich echt was gedacht haben!! Wir haben ein Appartment und nebenan ist nur ein Zimmer - durch die gemeinsame Haupttür kann man daraus ein grosses machen
schnell noch in einem der Hotelrestaurants Abendessen bekommen: Fisch- und Internationales Buffet - Hmmmmmmm, sehr lecker!!
Es gab unter anderem Sushi, prawns, Pizza, Curries, Salate, ein Fischgericht aus Fidschi (Kokova) aus Fisch, Kokosmilch, Scharlotten und wohl noch mit einigem mehr, sehr gut; verschiedene Küchlein, Eis, Obstsalat und etwas wie aufgewärmtes und breiiges Bananenbrot zum Nachtisch; anschliessend nach nebenan in die Bar, wo sehr gute Live-Band spielte; nur der Sand auf der Liege, wo wir lagen, liess uns ahnen, wie nah der Strand war
für Sydney-Verhältnisse früh ins Bett - zwei Stunden ehr, da Fidschi zwei Stunden vor Ostaustralien ist; Fidschi liegt unter anderem auf dem 180 Längengrad und damit genau auf der Datumsgrenze – man hat sich entschieden, den Tag zu beginnen, statt ihn zu beenden



Freitag, 21.01.2011:

vor "unserer" Zeit aufgestanden und ab zum reichhaltigen Frühstück, was auch wieder international war – verschiedene Brotsorten, Marmelade, Mermite (das englische Vegemite), Bohnen, Tomaten, Würstchen, Eier, wie man sie wollte, Lutz bekam auch sein gewünschtes Omlette mit Chili, war aber wohl zu scharf, es gab flap jacks (Pfannküchlein) mit Sahne oder - natürlich! - Ahornsirup, ein Mann war die ganze Zeit beschäftigt, verschiedene Melonen, Papaya, die hier wie in Australien pawpaw heissen, Ananas, Maracujas, Mangos und Guaven zuzubereiten
über den Pool hinweg konnte man sehen, warum der Pazifik auch "Stiller Ozean" genannt wird: Keine Welle - das Wasser platt wie ein Spiegel
irgendwie schon am Vorabend festgestellt: Die einheimischen Männer reden hauptsächlich mit Lutz und die Frauen ehr mit mir
Fidschi-Männer tragen häufig Rock; die Herren vom Security Service einen weissen Zackenrock, der auch gut zu Fred Feuerstein passen würde
Männer in Rock sind Lutz suspekt - auch wenn der Herrenrock im Gegensatz zum Damenrock wenigstens noch Taschen hat
nach dem Frühstück Hotelanlage mal ein wenig bei Tageslicht beäugt und mit dem kostenpflichtigen Bula-Bus (6 Dollar für den ganzen Tag) nach Port Denarau gefahren Port Denarau angeschaut, Karten und "Souvenir-Kram" gekauft, im Hard Rock Cafe T-Shirts gekauft; so wie in Queensland in der Kiffer-Hochburg Nimbin Sachen verkauft werden, wo statt der bekannten australischen Marke "Billabong" (übrigens eigentlich Aborigine für "Wasserloch") "Bringabong" draufsteht, gibt es hier T-Shirts, shirts, boarder shorts und shorts mit "Bulabong", Lutz hat jetzt auch eine Bulabong-border shorts und für mich gab es ein Sommerkleid mit ganz vielen Hibiskusblüten; Käffchen getrunken; für Montag eine Bootstour zur South Sea Island mit schnorcheln" gebucht; Lebensmittel gekauft und mit Bus zurück zum Hotel
es sah sehr nach Regen aus, hat aber den ganzen Tag nicht geregnet
ab ins die riesige Badewanne direkt vorm Hotel - das Meer, anschliessend in den Pool und an der Poolbar was getrunken
im "Erwachsenenpool" eine grosse Hängematte besetzt, mit dem Po im Wasser gehangen
viele mehrköpfige (meist fünf oder sechs) Familien im Hotel
im Internetcafe gewesen, ob denn wenigstens das Internet auf unseren Handies funktioniert, wenn schon weder Optus noch Telstra Verträge mit den Handygesellschaften in Fidschi haben
mit dem kostenlosen Hotelbus nach nebenan ins Hotel, gucken, wo Fitnessraum und Bereich ist, wo Samstagabend das Abendessen mit Fidschi-Zeremonie stattfinden soll
unser Hotel ist durch die offene Bauweise viel offener und freundlicher als der Nachbar, der zwar sehr landestypisch aussieht mit den vielen Hütten, ist aber auch reichlich düster
mit dem kostenpflichtigen Bula-Bus wieder nach Port Denarau zum Abendessen
etwas abgelegen von den pulsieren Restaurantketten, aber trotzdem am Wasser haben wir ein Restaurant gefunden, was Fidschi-Küche anbot, ausserdem gab es zwei Männer mit Gitarre und Ukulele, die Fiji-Weisen spielten
Knoblauchbrot und Hähnchenstückchen als Vorspeise, Lutz hatte eine Rinderrippe mit Gemüse und ich Fisch in Kokosmilch im Bananenblatt mit landesüblichen Gemüse (unter anderem Maniok); alles sehr schmackhaft und lecker zwischendurch riefen die Musiker immer mal "kava time"; da wusste jeder, dass sie jetzt eine "kava-Zeremonie" machten
wir haben uns auch mal dazugesellt und waren ja vom Blog-Eintrag von Mel und Mark vorgewarnt - die hatten Kava als "sieht aus wie Spülwasser und schmeckt auch so" bezeichnet; zwischen den beiden Musikern stand eine grosse Schüssel mit einer bräunlichen Flüssigkeit; mit viel Klatschen und "Bula"- und "Maca"-Rufen haben Lutz und ich je eine Kokosschale mit diesem sehr erdig schmeckenden Gesöff, dem die Fidschianer grosse Bedeutung beimessen, getrunken; Kava wird aus der Wurzel eines Pfefferstrauches gewonnen und soll sehr gesund sein, so gesund, dass es in Tablettenform inzwischen wohl auch nach Frankreich und Deutschland exportiert wird
im Hard Rock Cafe gab es Bier für $2.50
vor Hard Rock Cafe auch Live Musik mit einer sehr sehr guten Interpretation von Bon Jovi's "Living on a Prayer"
ein Aussie hatte Geburtstag, für ihn würde mit "Aussie Aussie Aussie" und der dazugehörigen Antwort von vielen "Oi, oi, oi" "land down under" von Men at Work gespielt
Fidschi-Version: "Fiji Fiji Fiji" - "Bula Bula Bula"
Fidschi-Lied folgte und es gab "Schlangentanz", bei uns ehr als Polonaise bekannt - Lutz und ich mittendrin
mit Bula Bus zurück zum Hotel
noch ein wenig in der Bar auf einer der Liegen gelegen und der vom DJ aufgelegten Musik gelauscht


Samstag, 22.01.2011:

nach dem Frühstück früh am Pool, Handtücher besorgt und zwei Liegen am "vorderen" Pool unter Frangipani-Baum bekommen
zwischen Meer, Pool, auf der Liege schlummern oder Zeitung lesen gependelt bis kurz nach drei
zwischendurch wurde alles mögliche zur Gästebespassung angeboten - wir haben uns ein wenig die fidschianische Sprache näher bringen lassen und uns angeschaut, wie ein Mann Figuren aus Mahagoni verzierte
in der Zeitung steht, dass es bis Juni in Fidschi keine neuen Auto-Nummernschilder gibt, weil diese aus Queensland kommen, welches ja "Flut-gebeutelt" ist
grossen Pool bei "garden villas" ausprobiert, weil Zimmermädchen gerade bei uns waren
was gegessen und uns langsam auf den Abend vorbereitet
statt irgendeinen Bula Bus zu nehmen, sind wir zu Fuss nach nebenan ins nächste Hotel zur Abendveranstaltung "Fidschi-Abend"
Lutz meinte "Eigentlich bräuchte man fünf Minuten für den Weg - wir brauchen fünf Minuten und zig Bilder später!" - Ja, es gibt noch immer Pflanzen, die ich noch nicht fotografiert habe
unter "Buren-Reihe" (Hüttenreihe) waren in zwei Reihen Tische mit zehn Plätzen gedeckt, bei uns nebenan stand ein Dessert-Tisch mit fidschianischen Nachtischen (viel mit Banane), Kuchen (etwa wie Honigbrot) und Früchten (Ananas, Melone,
Papaya)
wir sassen zusammen mit einer fünfköpfigen Familie aus Windsor, einem Stadtteil von Sydney und einem Paar, was eigentlich nur anwesend war
die Familie hatte schon die Tagestour gemacht, die wir gebucht hatten und war hellauf begeistert; ausserdem empfahl man "pool hopping" - immerhin können wir alle Pools in drei Hotels nutzen
Hüttenreihe war im Halbkreis gebaut; an einem Ende "Bar", am anderen Ende Buffet, es wurden geflochtene Fächer und Blumenketten angeboten und ausserdem die üblichen Taschen und Ketten
in dem Halbkreis waren zwei Feuerstellen - quasi die Bühne
es gab auch hier eine Kava-Zeremonie - der "Moderator" (der Fidschianer, der gerade das Mikro hatte) teilte mit, dass, wenn man an einer Kava-Zeremonie noch nicht teilgenommen hätte, noch nicht richtig auf Fidschi gewesen sei - viele haben das wohl ernst genommen und stellten sich an
drei Musiker spielten typische Fidschi-Musik und die rechte Feuerstelle (lovo) wurde aufgedeckt – das ist ein traditioneller Ofen, in dem Hühner für unser Buffet gegart worden waren, ein Schwein war auch schon fertig gegrillt
nachdem das Buffet eröffnet worden war, wurde die Feuergang-Zeremonie vorgeführt - unter der Aufsicht des "Hohenpriesters“ (vielleicht war er ja wirklich einer – auf Fidschi gibt man noch viel auf Tradition) bereiteten die Krieger die Steine und das Feuer auf der linken Feuerstelle vor, damit sie über die heissen Steine laufen konnten
das Buffet bestand aus "westlichem Essen" wie Salate und Reis, aber natürlich auch aus Fidschi-Gerichten - viel Fisch und Meeresfrüchte, Schwein, Huhn und Gemüse, Maniok und Spinat sind wichtig und ich hab mich gefreut, dass es auch wieder Kokova gab - irgendwie muss ich bis zur Abreise noch das Rezept rausfinden. Läääcker!!
es gab eine "Modenschau", wie man sich auf Fidschi traditionell (als Krieger, als junges Mädchen und und und) kleidete und Erklärungen, wie das Stammleben etwa aussah; der Häuptling hatte eine Hauptfrau und mehrere Nebenfrauen; sollte der Häuptling sterben, musste sich seine Hauptfrau den vierten Finger (welcher auch immer das genau ist) abhaken - ihm zur Ehre; Frauen haben auf Fidschi eh ehr weniger zu sagen gehabt
der "Moderator" bezeichnete die Fidschianer als die freundlichstens Kannibalen der Welt - freundlich allemal!!! Kannibalen - wollen wir nicht rausfinden!!!
anschliessend gab es den Speertanz der Männer, während die Frauen und andere Männer sangen, den Frauentanz, während die Männer sangen, den Fächertanz der Männer und abschliessend sangen alle zum Abschied „Isa Lei“, DAS Abschiedlied auf Fidschi
das war das Ende der Veranstaltung und wir haben noch was Obst gegessen
da dort im Hotel nichts mehr los war, sind wir am Wasser entlang zu uns zurückgegangen; überall Frösche auf dem Gras
zum Erstaunen des Manns hinter dem Tresen der Poolbar, haben wir um neun Uhr uns noch Kaffee bestellt
in der Hotelbar, wo wir die letzten Abende einen Absacker zu uns genommen haben, spielte wieder eine Live-Band und für uns, es gab wieder einen Absacker
glücklicherweise wieder ein Tag ohne Regen - und so ein klarer Sternenhimmel - genial!!


Sonntag, 23.01.2011:

bei Frühstück gab es geräucherten Walu (hawaiianischer Name für Buttermakrele)- ein sehr schmackhafter und festfleischiger Fisch
nach Frühstück von Bus abgeholt und zum "zwei weiter" Hotel gefahren worden
wieso haben die dort eine Wasserrutsche in einen der Pools und wir nicht?!!?
Truppe "Hühner" (sechs Mädels) mit im Bus - na, die machen auch Jetski Safari - das soll ja was werden....
der "Alleinfahrer" hatte das "Vergnügen" mit der Hühnertruppe; wir waren in einer Gruppe mit fünf Jetskis: Zwei Tourführer, zwei Aussie-Pärchen, einem Ami-Pärchen und wir auf zu den Mamanuca Inseln
Jetski-Fahren auf dem Meer mit eigentlich niedrigen Welle (wie etwa im Sydney Harbour) ist was gaaaanz anderes als auf einem Fluss in Queensland; es ging hoch und runter, links und rechts, ich hab auf der Fahrt zur ersten Insel unendlich oft gedacht "gleich liegste im Wasser" - ist nicht passiert
Lutz hatte seinen Heidenspass, wenn es auch anstrengend war
wir sind auf keine Insel drauf, nur nah dran oder uns ist erklärt worden, welche Inseln wir am Horizont sehen; es waren so viele und Fidschi hat über dreihundert Inseln... Eine war aber die, wo "Castaway" mit Tom Hanks gedreht worden ist, zwischen zwei anderen kann man bei Ebbe rumlaufen, in Fidschi gibt es ausser dem Riffhai keine Haie; der Riffhai ist harmlos und den anderen ist das Wasser dort zu warm
Beachcomber Island war wie ausgestorben, da es Fidschi's Partyinsel Nr. 1 ist - alle waren am Schlafen; Treasure Island hatte ein paar gemütliche Sonnenanbeter am Strand; auf Bounty Island - auf Fidschianisch "Kadavu" (...) sind wir gelandet und konnten eine halbe Stunde im Korallenriff schnorcheln; uns wurden noch Schildkröten gezeigt, die aufgezogen und später ausgewildert wurden; es gab noch Ananas und Kokosnuss für alle, bevor es weiterging - nach gut zweieinhalb Stunden zurück zum Startpunkt
Lutz fand die Korallen in Florida toller, der Ami die in Sharm-el-Sheik
trotz der tollen Aussie-Sonnemilch LSF 30+ konnte man später den Unterschied zwischen Bräune von gestern und heute ziemlich gut erkennen
eben geduscht, eben neue Sonnencreme gekauft, Mittaggegessen und ab zum "Wet Edge", wo es von etwas weiterweg aussieht, als würde der Pool ins Meer übergehen
dort tollere Liegen als an den Hauptpools; unter Palmen mit Blick auf Wasser und umliegende Inseln - demnach erstmal eingeschlafen
vier Männer spielten irgendwann rund um den Pool Fidschi-Weisen und Frauen verkaufen Baströckchen und Kokusnusshälftenoberteile für kleine Mädchen - sieht lustig aus
irgendwann Zeit für Abendessen - im Restaurant "Wet Edge" - Lutz Steak mit Rotweinsösschen, Ines Walu auf Tomaten-Wassermelonensalat - hört sich komisch an, schmeckt aber gut
Essen war gut - etwa wie in einer Kneipe in Sydney - aber völlig überteuert
nach Spaziergang am Wasser entlang und einem Abstecher ins Internetcafe zurück zum Appartement und ab ins Bett – Montag war ja früh aufstehen angesagt: Um halb neun mussten wir "gestriegelt und gespornt" am Hoteleingang stehen; für die Ganztagestour zur South Sea Island - halb neun auf Fidschi ist aber halb sieben in Sydney; aufstehen also noch früher...
Jetlag nehmen wir sowieso nicht so ernst - irgendwelche Schlafdefizite kann man ja am Pool abarbeiten


Montag, 24.01.2011:

gaaaanz früh aufgestanden und gegen halb acht beim Frühstück (halb sechs Sydney-Zeit)
so früh, dass alle Hotelangestellten noch nicht ihr freundliches "Bulaaa!" auf den Lippen hatten (der "Angebotsmonitor"schlief auch noch)
an der Rezeption wurde vor Zyklon "Wilma" gewarnt, der irgendwo im Osten tobte
mit Bus abgeholt worden, der seine Zeit eigentlich schon hinter sich hatte - und er hatte keine Seitenscheiben, sondern einfach nur "Luft"
in Port Denarau auf Katamaran, um für den Tag nach South Sea Island zu fahren; andere Mitreisende blieben nur wenige Stunden, andere kamen erst gegen Mittag an
nach Ankunft auf Insel "briefing", anschliessendes kollektives Gesuche nach "seinem Plätzchen"; wir haben je eine Liege am Nord-West-Strand gefunden
haben die Insel "erkundet" - in gut fünf Minuten war man einmal rum
im oberen Teil des Haupthauses gibt es ein Dormitorium; lässt es auf die Qualität des Lattenrostes schliessen, dass viele Matratzen auf dem Boden liegen?
Korallenstrand - aua!! Wir sollen auch immer Schuhe tragen, wenn wir rumlaufen, da man nicht so viele Pflaster hätte
wenn man dorthin geschickt wird, wo der Pfeffer wächst, kann man zum Beispiel dort landen - nicht sooo übel
für "die Gestressten" wurden Massagen angeboten
man konnte mit einem "U-Boot" um die Insel fahren, um was vom Riff zu sehen; "Unterwasser-Bodenseh-Boot" trifft es besser
es gab tolle Fische zu sehen und man konnte auch Bilder machen, die Korallen waren aber nicht so toll - nur wenige, ansonsten waren viele tot
anschliessend haben wir was rumgegammelt
nachdem Lutz gestern was von seiner Sonnenbrille verloren hatte, war ich heute dran, Haargummi beim Schnorcheln verloren und die relativ neuen Flipflops waren im wahrsten Sinne des Wortes durchgelaufen!!!
nachdem die ersten Weiterreisenden wieder weg waren, gab es ein Mittagsbuffet - sehr "kontinental" gehalten mit Gegrilltem, dazu gab es eine Fidschianer-Darbietung mit Tanz und Gesang
Fidschi-Krieger tragen unter ihrem Baströckchen board shorts
nach einem Verdauungsnickerchen mit Blick aufs Wasser schnorcheln gegangen - viel mehr Fische als gestern gesehen, auch einen Riffhai, das Meer war aber unruhig und so war schnorcheln etwas anstrengend
für weiteres Nickerchen Hängematte gefunden und tatsächlich richtig weggeratzt
Lutz war für die Sonne besser angezogen (die neue Sonnencreme taugt nicht viel) und ist noch eine Runde mit dem Kajak um die Insel gefahren - mir hat die Abstinenz nicht viel gebracht, da ich in der Zwischenzeit Lutz und Blümchen (selten im Schatten) fotografiert hab
bis auf Einer-Kat-Segeln hat Lutz somit das Wassersportangebot voll ausgenutzt
man hätte auch noch mit den Angestellten Beach-Volleyball spielen können - neee, Fiji Gold schmeckt zu gut!!
Fiji Gold wird übrigens von Foster gebraut - Foster, das australische Bier, das es auf der ganzen Welt gibt, nur nicht in Australien...
als wir gerade wieder lagen, konnten wir auch schon wieder für's de-briefing zusammenpacken - was? Schon kurz vor fünf?!
als wir gekommen sind, war Flut; jetzt ist Ebbe und man sieht Stellen ausserhalb vom Wasser, wo man weiss, dass man dort vor Stunden noch hüfthoch im Wasser gestanden hat
alle Angestellten sangen wieder Fidschi-Weisen, bevor wir auf das Boot zum Katamaran gingen
der Katamaran hatte gerade Leute auf Bounty Island nebenan eingesammelt und sammelte uns auf offener See auch noch ein
es sah so aus, als wenn wir direkt auf den Regen zufahren würden; wir haben das schon den ganzen Tag beobachten können, dass wir das tolle Sommerwetter hatten und auf dem "Festland" (Viti Levu - eine der beiden Hauptinseln) der Regen tobte
in Port Denarau war es aber trocken
mit dem Bus zum Hotel zurück und noch ein paar Sachen eingekauft (bevor der Laden noch zu macht...), nach dem Duschen hervorragende Pizza bei "Inder"-Imbiss gegessen
selbst wenn ein "Fidschi-Inder" nur noch "homöopathische Dosen" an indischem Blut in seinen Adern führt, ist es ihm bei Gesetz verboten, sich "Fidschianer" zu nennen!!
zum "Sonnenunterganggucken" an den Strand gegangen und erst über die Wolken gemault - es wurde trotzdem ganz toll!!
Lutz hat noch Faxen mit dem "Lampenanzünder" in Kriegerverkleidung gemacht
in den Hotelläden nach neuen Flipflops geschaut - nichts dabei respektive nicht in der richtigen Grösse; ok, kaufen wir morgen in der Stadt oder ziehen Crocs an und kaufen in Sydney anständige; ein Leben ohne Flipflops ist nicht mehr vorstellbar -wie konnten wir nur je ein Paar mitnehmen??
am Wasser entlang zum Nachbarhotel spaziert; wieder ganz viele Frösche unterwegs
im Nachbarhotel in einem Geschäft endlich Flipflops, die gefielen und in der richtigen Grösse und zum richtigen Preis waren, gefunden
dort in der Bar bei Live-Musik noch ein Bierchen gezischt - bei der Wärme und unserem Durst ist es ehr "verdunstet"
um neun Uhr ist Ende mit der Musik - häää? Da gehen wir doch lieber wieder nach nebenan in unser Hotel, auf unserem Zimmer im TV "The Penguins from Madagascar" gucken - eine Folge, die wir noch nicht kannten =o))


Dienstag, 25.01.2011:

nach dem Frühstück mit dem Taxi nach Nadi rein; lassen uns zu den verheissungsvoll klingenden "Westpoint Arcades" fahren
Fahrt kostete F$16 - zehn Dollar mehr, als uns Moses gesagt hatte
heute sieht es richtig nach Regen aus
unterwegs am Strassenrand: Blue Bure (Bure = Huette) - und in Solingen gibt es den Blauen Kotten
"Westpoint Arcades" - heissen so... Eigentlich ist es nur ein Gebäude, wo man einmal durchgucken kann; Geschäfte!?
also noch ein wenig die Hauptstrasse (Queens Road) gen Süden runtergegangen - ein Autoersatzteilverkäufer nach dem nächsten
am Ende hinter Kreisverkehr Hindu-Tempel; hätten wir uns gerne angeschaut, aber Lutz in kurzen Hosen und ich im schulterfreien Kleid waren nicht adäquat bekleidet
Inder sehen aus wie Inder auf der ganzen Welt aussehen (Turban und Sari) und die Fidschianer eigentlich wie "normale westliche Leute" (T-Shirt, Jeans), solange sie nichts mit Tourismus zu tun haben
auf der anderen Strassenseite wieder bis zu der Stelle zurück, wo uns der Taxifahrer rausgelassen hatte, wo auch der Handicraft Market war - bis dahin schon von zig Männern angesprochen worden, wo wir herkämen, blabla, haben uns Geschäfte empfohlen; meistens das eigene
obwohl wir nah zu der Gegend waren, wo vermehrt Fidschi-Inder ihre Geschäfte hatten und nicht zuletzt der Tempel war, wurden wir wieder vor "den Indern" gewarnt
insgesamt erinnerte Nadi Lutz an Marocco, mich an Costa Rica und uns beide auch ein wenig an Pakistan oder Oman – alles ein wenig siffig und jeder will was verkaufen
auf dem Handwerksmarkt wurde alles angeboten, was wir schon auf diversen anderen Märkten gesehen haben und nicht gekauft haben - Fidschianer sind aber höfliche Leute, die einen zwar darauf hinweisen, dass man doch gerne näher kommen dürfe, um sich die feilgebotene Ware anzuschauen, lassen einen aber nach einem Winken, dass man nicht interessiert sei, in Ruhe
bei den Markthallen angekommen, wo Obst und Gemüse angeboten wurde - sah alles sehr gut und lecker aus, wir waren aber noch satt vom Frühstück und so nicht in Kauflaune für Essen
im hinteren Teil wurden getrocknete Wurzeln für Kava verkauft - eine ganze Halle war mit "Ständen" gefüllt, die nur diese Wurzeln im getrockneten, aber ansonsten unterschiedlichen Zuständen verkauften (im Ganzen, unterschiedliche Teilstücke oder schon pulverisiert)
hinter der Markthalle sahen wir wieder eine Kuppel - wieder ein Hindu-Tempel; diesmal sogar verschlossen
Taxifahrer davor möchten uns fahren; wir interessieren uns aber mehr für den "Prince Charles Park" - kein Park, sondern das örtliche Rugby-Stadion
zwischen Stadion und Markthallen ist der Busbahnhof - dort verkaufen Inder in "Schneewittchensärgen" (Glasvitrinen) Kleinigkeiten als Mittagessen
durch Seitenstrassen an Geschäften vorbei zurück zur Queens Road
"Paddy's" - ein Geschäft, was sehr an Paddy's Market in Sydney erinnert, nur halt als Geschäft, nicht als grosse Halle
in die "Gegend" verlaufen sich wohl selten Touris - entsprechend werden wir beäugt, als wir in einem Imbiss was zu trinken kaufen; denn leider hat in den Markthallen keiner frischgepressten Saft von dem tollen Obst angeboten
im Zigzag gehen wir die Queens Road Richtung Norden wieder zurück - immer dorthin, wo die Geschäfte am interessantesten aussehen
in einem Krossladen Fidschi-Flagge für vier Dollar gefunden - für selbes Produkt bezahlt der willige Kunde in den Hotelläden dreizehn Dollar
zwischendurch nieselt es
es gibt zig Schuhläden, wo es für ganz kleines Geld die dollsten Schuhe gibt - sehen aber alle unbequem aus und sind aus Plastik
zwischendurch werden wir wieder von Leuten angesprochen, ob wir nicht bei ihnen was kaufen möchten
im Supermarkt Tang (Getränkepulver) gekauft und treffen dort vermehrt auf Touris - sind auch inzwischen dort gelandet, wo alle Hotelbusse die Touris rauslassen und wieder einsammeln
Kava scheint wichtig zu sein - das Pulver bekommt man in fast jedem Laden in allen möglichen Verpackungseinheiten
irgendwo ein Käffchen getrunken, bevor es weiter geht durch die "Touri-Abzock-Paläste" - aber eigentlich nichts anderes, als was es nicht schon in den Hotels gibt
Richtung Brücke gegangen, um noch was mehr vom typischen Fidschi zu sehen; eine Frau freut sich, dass wir uns in ihre Nähe "verlaufen" haben und ruft uns noch etliche Male hinterher, sogar, als wir schon längst auf der anderen Strassenseite und weit weg sind
es fängt an, richtig an zu schütten und wir überbrücken den Guss in einem Geschäft
dort ist eine Bushaltestelle und da wir keine Lust haben, bis zum Busbahnhof zurück zu laufen, warten wir auf den nächsten Bus nach Denarau
der kommt auch relativ schnell und ist schon gut gefüllt - aber es kommen alle mit und irgendwie sitzen sogar alle
als offensichtliche Touris müssen wir für "VIP-Tickets" zahlen - F$1.15 pro Person
wir sind die einzigen Weissen in einem Bus, der voll mit Hotelangestellten scheint
es ist wieder so ein Bus wie der, mit dem wir gestern zu unserer Tagestour abgeholt worden sind - ohne Fensterscheiben
als der Regen von rechts kommt, lassen dort die Passagiere die hochgerollten Planen runter
irgendwann kommt der Regen von überall - alle Planen runter und der Fahrer scheint zu wissen, dass es sinnlos ist, die Scheibenwischer zu benutzen
links und rechts zwischen den Hütten, Häusern und Palmen Rinder und Pferde, Hunde und Katzen am Strassenrand
es hört schon fast wieder auf zu regnen, als wir bei uns am Hotel ankommen
das war ein Spass "für 'ne Mark" und hätten wir schon auf der Hintour machen sollen, auch wenn es länger als die Taxifahrt gedauert hat
an Rezeption die nächste Warnung vor Wilma beziehungsweise welche Auswirkungen Wilma auf Fidschi hat, was Skipper und ähnliche zu beachten haben
es ist Zyklonzeit im Südpazifik
der Regen wurde wieder doller, als wir in unserem Appartement was essen wollen - wie gut, dass wir im unteren Teil wohnen!
die Balkone oben haben kein Dach; wir aber (durch die Balkone) schon und essen auf unserer Terrasse, während zwei Meter weiter der Tropenregen prasselt
Frösche wieder unterwegs, ein Reiher versucht Fische im Teich zu jagen und ein Bulbul (kleiner brauner Vogel mit rotem Po und auf der "gegenüberliegenden" Seite auf dem Rücken ein weisser Fleck - bisher überall zu finden gewesen) badet in den Pfützen der Palmkronen
irgendwann später ab zum Meer - plantschen, während es leicht regnet; im Pool ist noch eine deutsche Familie und wir im Meer, alle anderen sind im Trockenen
Ebbe - wir schwimmen fast an der "nur Schwimmer-Begrenzung", näher zum Strand ist das Wasser recht flach
als der Regen wieder doller wird, waren wir lang genug im Wasser und gehen wieder auf's Zimmer
duschen und ab ins Internetcafe, bevor es diesmal "nach links" zum nächsten Hotel geht, zum Abendessen
hatten im Internetcafe "Trommel-Tammtamm" gehört, aber ignoriert - hatten ja gerade unsere freie halbe Stunde Internet begonnen - haben so eine weitere Kriegertanzvorstellung verpasst...
am Strand netter Imbiss mit gutem Essen - leider alle Bänke und Tische noch nass, finden aber ein trockenes Plätzchen unter der beach bure (Strandhütte) des Wassersportveranstalters und futtern dort Fish 'n Chips und Salat mit Pizzabrot
nach dem Essen noch ein Hotel weiter bis zum letzten und über Strand, wo überall die Krebse weghuschen, als wir kommen,
zurück zu unserem Hotel, wo wir wiedermal feststellen, dass unser Hotel noch am meisten für die Gastbespassung tut
Geckos haben, nachdem nach dem Regen wieder so viele Insekten unterwegs sind, Festmahl - man sieht fast keinen, hört dafür um so mehr
allabendliches Programm bevor es ins Bett geht: Lutz guckt "Nat Geo" (National Geographic Channel) und ich klimper unsere Erlebnisse ins Netti


Mittwoch, 26.01.2011:

In Australien ist heute Australia Day - ohne uns....
Beim Frühstück bekommen andere Leute das fidschianische Abschiedslied "Isa Lei" vom Bedienpersonal gesungen - es ist auch unser letztes Frühstück in Fidschi, aber wahrscheinlich muss man Bescheid sagen, dass man möchte, dass gesungen wird
nach dem Frühstück zum "pool hopping" nach nebenan ins Hotel, aber wir wollten ja noch immer auf die Insel, die irgendwie zum Hotel gehört - also: Ab auf die Insel für ein paar Stündchen
auf der Insel scheinen grosse Veranstaltungen stattzufinden, denn es gibt eine riesige Rasenfläche, eine Bure in der Mitte, umrundet von Palmen
wir wollen erstmal die Insel, die man wohl in vierzig Minuten umrunden kann, erkunden und schlagen einen Trampelpfad ein - der Pfad führt offensichtlich zu der Behausung der Leute, die auf der Insel wohnen, aber auch Nippes und Kokosnüsse an die Touries verkaufen
also nächster Pfad, der angelegt ist und zu den angeblich nicht vorhandenen Toiletten führt; dahinter geht ein Trampelpfad weiter - die Idee: Die Abkürzung zur anderen Inselseite nehmen. Pfad zwischen Palmen, Mais, Papaya und anderem Grünzeug
Schild "no trespassing - private property/Betreten verboten - Privatgelände" hält uns ab, weiterzugehen, also zurück zu unseren Liegen und ab ins Wasser
deutsches Pärchen neben uns
Nickerchen gemacht und Zeitung gelesen; nochmal ins Wasser gegangen; Boot kommt wieder, bringt neue Leute und holt die ab, die zurück wollen, noch was gelegen, als Boot schon wieder kommt und es Viertel nach zwei ist - die Zeit, wo wir das Boot zurück nehmen wollten
der Fahrer erkennt uns - er hat uns gestern in der Stadt gesehen
wieder zurück noch was im Pool vom Nachbarhotel geplanscht
zurück auf's Zimmer, erfrischen und sich gaaaaanz langsam fertig machen für den Abend - Sunset Dinner Cruise steht an
warten an der Hotellobby auf den Bus - kommt nicht; aber die gute Frau, bei der wir gebucht haben, ist noch da; man hätte nicht genug Leute zusammenbekommen und die Fahrt sei abgesagt – wir hatten nur die Nachricht nicht vom Telefon abgehört…
ok, wir mit dem Hotelbus ins Nachbarhotel gefahren und von dort nach Port Denarau gelaufen - halbe Stunde mit "Schlöngel durch die Hotelanlagen laufen" statt an der Strasse entlang zu laufen und Bilder machen
erstmal im Hard Rock Cafe ein Erfrischungsbier getrunken und die gemischte Vorspeisenplatte für beide bestellt - sehr lecker!
Wie gut, dass vor kurzem auch in Sydney ein Hard Rock Cafe eröffnet worden ist!!
Wo wir gerade da sind, auch noch einen Hauptgang (Spare Ribs & Cesars Salad) bestellt
die HRC-Angestellten tanzen zum Village People-Hit "YMCA"
Spaziergang zum Passenger Terminal, von wo aus alle Boots- und Schiffstouren starten, dort der Live-Band gelauscht und auf's Wasser geguckt
coffee to go und Runde entlang am Wasser
Bedienung, wo wir am ersten Tag mal Kaffee getrunken haben, winkt und grüsst; einer der Musiker beim Fidschi-Restaurant grüsst auch
als wir um die Ecke sind, hören wir wieder sein fröhliches "Kava time!!" - die Gäste dürfen Kava trinken
Spaziergang wieder zurück zum Hotel; kurz vor Nachbarhotel fängt es an zu regnen, so dass wir zum Hotel flüchten, um von dort den Hotelbus nach nebenan zu unserem zu nehmen
es regnet noch immer und gewittert zeitweise, als wir packen
Ameisen haben sich auf und in Netti breit gemacht (...) – vorsichtshalber erstmal mit „RID“ (Anti-Mückenspray) eingesprüht; was soll der australische Zoll morgen dazu sagen?

Donnerstag, 27.01.2011:

Um Viertel nach sechs aufgestanden
Hmpf, noch immer Ameisen ums Netbook herum – ok, dann reist das halt in Plastiktüte nach Hause
Fahrer Tom ist pünktlich und wesentlich gesprächiger als sein Kollege, der uns vom Flughafen abgeholt hatte – der war ja hauptsächlich mit seinen Nebengeschäften am Handy beschäftigt
Tom meint, das Wichtigste auf Fidschi sei: Immer ein Lächeln auf dem Gesicht zu haben, braun zu werden und – natürlich!! – Kava zu trinken; ob wir denn danach auch eine taube Zunge gehabt hätten. Nicht? Dann war es wohl eine lasche und nicht ordentliche Mischung!! Aso! Ist aber auch gut so, wenn man dann mal nachliest, was die Wikipedia zu dem Thema so weiss…
Tom fährt auch noch einen kleinen Umweg zum Flughafen, um Lutz zu beweisen, dass es tatsächlich auch gute Strassen auf Fidschi gibt
Personal am Flughafen streng bis ruppig – die wollen wohl international ernstgenommen werden?!
Zum Frühstück Pappbrötchen und Kaffee – meine eröffnenden Worte „Na dann mal: Smakelijk eeten!“, so wie wir das halt schon mal machen; Lutz konnte mich nicht mehr bremsen, um mir mitzuteilen, dass unsere Tischnachbarn Holländer seien – was soll´s?
Auf in den Flieger – endlich sitzen wir an einem Notausgang, wo man auch aus dem Fenster gucken kann
Die Flugbegleiter meinen wohl, dass man genug tolle Eindrücke von Fidschi gesammelt hat, dass es nur eine Kleinigkeit zum Frühstück gibt und anschliessend Service nur noch auf Anfrage stattfindet
Kurz vor der Landung bekommt eine Frau ein paar Reihen hinter uns keine Luft mehr – Stewardessen spenden Sauerstoff aus der Flasche
Wider Erwarten, dass bei Ankunft des Fliegers am Ausgang direkt Sanitäter parat stehen, werden alle – besonders die Frau und ihre Begleitung – auf eine harte Probe gestellt – keiner kommt (erstmal)
Nach über zwanzig Minuten nachdem wir mit dem Flieger am Flughafengebäude angekommen waren, kommt dann – typisch australisch – erstmal eine Frau rein, die auf der Rückseite ihrer High Visibility-Weste „Quarantäne“ stehen hat
Kurz darauf das OK, dass wir alle den Flieger endlich verlassen dürfen
Diesmal alles Gepäck direkt bekommen
Der alte Trick, auf dem Einreiseformular anzukreuzen, dass man was anzumelden hat, hat wieder funktioniert: Trotz enormen Schlangen wurden wir irgendwann rausgewunken, wir sollten dem Zöllner doch bitte die angekreuzten Lebensmittel (tütenweise Tang) und die Muscheln (die Ketten, die wir als Willkommensgeschenk auf Fidschi bekommen hatten) zeigen – so waren wir dann im Nullkommanix raus, auf dem Weg zur Bahn und nach Hause




Bildchen (leider nicht chronologisch)

Bounty Island oder ...hömm.... Kadavu
Nach dem Schnorcheln gab es auch Kokos   ;o)

Da warten unsere "Pferdchen" auf uns

Das Gebiet der Jetski-Safari

"In meiner Badewanne bin ich der Kapitän!
Da bestimm ich auch das Spielzeug!!"

Tagesziel South Sea Island oder auch Vunivadra
rechts im Wasser kann man das "UBoot" erkennen

"Hm ja, hier können wir wohl den Tag verbringen!"

"Dä Läbe is hart"

Korallen - aus dem "UBoot" fotografiert

Noch mehr Korallen und auch Fische - die erkennt man
nicht....

Unterhaltung zum Mittagessen auf SSI/Vunivadra

...
.
Lutz zwischen SSI/Vunivadra und ??

SSI/Vunivadra-Angestellte singen das Abschiedslied
"Isa Lei"
so hört es sich an:
http://www.youtube.com/watch?v=hOzqsk6q8QM&feature=related

"Prost!"

"Herrje, sind die Duschen hier niedrig!!"

Auf Viti Levu regnet es schon den ganzen Tag

Der "Wet Edge" - der Pool scheint ins Meer überzugehen

Das Telefonbuch für ein ganzes Land -
inklusive "Gelbe Seiten"

"Bin da, der Spass kann beginnen!"

Die Hauptstrasse (Queens Road) von Nadi

Der Handwerksmarkt von Nadi

Ein wenig gammeln auf Akuilau Island

Der Aufruf zur Sauberkeit ist bitternötig

Sri Siva Subrahmanya Swami Temple in Nadi

Gegenüber vom Tempel in Nadi

"Wolle Rose kaufen? ... Lieber Frangipani?!?"

Sonnenuntergang aus Norden gesehen

Frosch und Wal im Sonnenuntergang

Papaya mit Eidechse

Abflug - über Nadi

"Wer noch kein Kava probiert hat, war noch nicht richtig
auf Fidschi!" - das waren echt viele!!!

Lutz und Hunde finden sich immer!!

Von Akuilau Richtung Denarau Island geblickt

Die Markthalle in Nadi

Lovo - gares Essen aus dem traditionellen Ofen

kurz vor Australien
Segelboot (! oben links) und Tanker

Koralle - sieht aus wie zusammengewachsene Pferdezähne

Die Geister, die sie riefen

Akuilau Island - nie ohne "Bula Sun" unterwegs

Das gehört eigentlich an den Anfang
Willkommensständchen am Flughafen in Nadi

fast zurück - oben links ist Zuhause

Was sich abends alles so am Strand rumtreibt...

Ankunft => Essen => Bar
tollerweise gab es in der Bar auch viele von diesen
gemütlichen Liegen

"Steine sortieren"

Ein Klassiker   =o)

Der Bus, der uns von Nadi zum Hotel brachte

So lässt sich auch der Nachmittagsregen zwei Meter weiter ertragen!!

"King Julian"   =oD

Gut gegen kalte Füsse: Über heisse Steine laufen

Der Bula-Bus

Die Wurzel allen Übels - sehr hübsch, aber voll
Ameisen, die Netbooks als neue Heimat bevorzugen...

Unser Meerblick - von der Terrasse aus

Hier waren die "beachcomber" ('Strandkämmer' = Strandräuber) unterwegs -
Spaceballs-mässig anscheinend mit ganz grossem Kamm!!

Die Hard Rock Café-Angestellten tanzen zu
Village People´s "YMCA"

Der Tanz der Damen beim "Lovo Dinner"

...ohne Wolken geht es hier nicht...

"Prost!" - im Fidschi-Restaurant in Port Denarau

"Noch ein Lied, dann ist wieder 'Kava-time'!!"

Polonaise im Fiji-Hard Rock Café

Dienstag, 11. Januar 2011

Dr. Lutz Dolittle

Das grosse Warten auf Lutz

Wir hatten mal wieder eine aufregende Woche und der geneigte Leser darf natürlich gerne an unseren Erlebnissen teilhaben.
Erstmal aber "Allgemeines".

In den Supermärkten wird durch den unter Wasser stehenden "Früchtekorb von Australien" - Queensland - alles Frische teuerer. Das gilt auch für die Milch oder die Fleischversorgung. Viele entlegene Bauern, wo der Milchwagen momentan nicht hinkommt, schütten die Milch in den Abguss. Was sollen sie auch machen? Keine Ahnung, welche Auswirkungen es ausser dem Umsatzverlust für den Bauern hat, wenn seine "schlachtreifen" Tiere noch was länger auf seinem Hof sind. Eier werden in den Supermärkten auch rar. Was Obst und Gemüse angeht, kann durch die Wetterlage vieles nicht geerntet werden. Die Bauern kommen mit ihren Gerätschaften einfach nicht weiter. Ausserdem konnte vieles nicht so wachsen, wie es sollte, da es zu viel Regen und bei weitem zu wenig Sonne gab. Um die preisliche Situation in den Supermärkten zu entschärfen, hofft man nun auf die Ernte aus Victoria, die bald in die Läden kommen wird. Das hilft aber nicht den entlegenen und überschwemmten Orten in Queensland.

Wo find ich hier die Weintrauben?
Hier in Australien ist ja gerade Sommer und somit gibt es auch überall Nachwuchs. Wir merken das besonders bei den Vögeln. Die Kookaburras haben Nachwuchs. Die "Familie Hans" sieht man aber nur zufälligerweise im Brennan Park. Anders ist das bei den Lories und den Currawongs. Heiss begehrt sind bei den Vögeln unsere Weintrauben. Die Vogel-Eltern bringen auch ihren Nachwuchs mit und obwohl der fast so gross ist wie die Eltern, sind sie dann wohl doch noch zu klein, selber Weintrauben "zu fangen". Das merkt man besonders bei dem kleinen Currawong, der die Weintraube eigentlich nur über den Umweg des elterlichen Schnabels durchgereicht bekommt.
Was für die Vögel bitterer Ernst ist, ist für Lutz und mich natürlich immer nett anzusehen und zu beobachten. Mir geht es dabei wirklich mehr ums anlocken und "nett anschauen". Bei Lutz ist das anders. Ähnlich wie man sich das vorstellt, er käm nach Hause und würde mit einem Hund spielen, beschäftigt er sich mit den Vögeln, die ihn auch schon zu erwarten scheinen. Den Vögeln ist es inzwischen auch egal, ob Lutz eine Leckerei dabei hat. Es kann auch nur ein Weinglas sein und sie würden gerne probieren. Die Vögel scheinen wirklich Lutz und mich zu erkennen! Als Mel und Mark das erste Mal versuchten, Lories zu füttern, haben sich die Lories erstmal reichlich geziert.
Familie Hans - Nr. 3 unten rechts
Ein Lori hat es die Tage aber auf die Spitze getrieben. Nachdem der eine oder andere Lori schonmal gerne auf den in der Balkontür stehenden Wäscheständer geflogen ist, flog er dann auf die Lehne eines Stuhls an unserem Esstisch. Für das Beweisbild durfte er noch sitzen bleiben, dann musste er aber wieder raus. Der Gipfel war dann aber, wie einer der Lories mich beim Wort genommen hat - er sass auf der Balkontürschwelle und ich sagte ihm, wenn er Weintrauben möchte, soll er doch in die Küche fliegen und sich welche holen. Als ob er es verstanden hätte, flog er in die Küche und wurde von Mel in Empfang genommen, die gerade rauskommen wollte.
Lutz schien ja sowieso zu versuchen, den Lories Kunststückchen beizubringen. Da ist der Currawong aber noch besser als die Lories! Ihm kann man eine Weintraube zuwerfen und er fängt sie im Flug! Das regt die Lories natürlich total auf!! Bisher war es ja immer so, dass sie alle Weintrauben an sich reissen konnten. Selbst wenn der Currawong dabei stand, hatten "die kleinen Biester" genug Mumm, den einiges grösseren Vogel zu vertreiben. Da der Currawong sowieso scheuer ist, ist er meistens immer vollkommen verdattert über soviel Dreistigkeit. Es kann aber auch passieren, dass er den Lories Bescheid sagt, wo der Hammer hängt. Dann ist die Überraschung bei den Lories natürlich entsprechend gross. Aber für den Currawong ist das Problem gelöst - er fängt sich die Weintrauben im Zuwerfen.
So nett wie das auch ist. Und so praktisch wie das für die Vogeleltern sein mag. Aber Lutz und ich - Lutz würde jetzt sagen, vorallem ich - müssen uns da schon was zurücknehmen, die Vögel nicht den ganzen Tag durchzufüttern. Die Kleinen sollen ja auch lernen, wie man richtig nach Nahrung sucht - nicht immer in den Vogelsupermarkt 8 Hazelbank Road, zweite Etage rechts fliegen.

Ich hatte die Tage noch eine Unterhaltung mit einer Kollegin. Auf ihre Frage, aus welchem Teil von Deutschland ich käm, anwortete ich wie immer: Aus dem Westen, nah zu Düsseldorf. Ah, Düsseldorf fänd sie ja toll. Köln aber auch! Ich hab ihr dann erzählt, dass es zwischen Köln und Düsseldorf die selbe Rivalität gibt wie zwischen Sydney und Melbourne. Ja, sie käm ja aus Melbourne. Und!! - jetzt kommt's!!! - Sydney wäre ja einfach so passiert, weil die Engländer dort an Land gegangen sind. Aber Melbourne wurde gegründet, weil Leute durch das Landesinnere von Australien gezogen seien und beschlossen hätten, an diesem bestimmten Fleck Melbourne zu gründen. Aaaaah jaaa.... Dabei vergass die Gute bloss, dass die Engländer zuerst in Botany Bay gewesen waren, dort wo heutzutage der Flughafen von Sydney ist, und man beschlossen hat, dass man dort nicht leben kann. Dann entdeckte man ja den Port Jackson nebenan und gründete dort Sydney. Also sind beide Städte gewollt und Botany Bay hat einfach Glück, dass Sydney sich ausbreiten musste und Botany Bay dann dazu kam.

Hyde Park zum Sydney Festival
Jetzt aber genug "Allgemeines". Wegen dieser wunderbaren Feiertagsregelung hatten wir ja auch noch letzten Montag frei. Mark und Mel haben nach einem ausgiebigen und gemeinsamen Frühstück mit Lori-Bespassung ihr eigenes Programm gemacht und Lutz und ich auch: Wir waren einfach nur faul. Bis zum späten Nachmittag. Dann ging es nach Crows Nest, dort im Crows Nest Hotel Marc aus Singapur, der gerade mal wieder in Sydney war, und Dean und Leanne treffen. Für's Abendessen haben wir uns für ein italienisches Restaurant entschieden. Na ja, das Carpaccio auf der Karte gab es nicht, Dean und ich mussten mehrfach unsere Stühle tauschen, bis wir welche hatten, die nicht kaputt waren und insgesamt hatte das Restaurant einen wirklich tollen Koch, aber die Bedienung... Die hätten mit uns noch einiges mehr Umsatz machen können, wenn sie ein wenig aufmerksamer gewesen wären. Zwischendurch kamen noch Jackie und Alexandra, Marc's Frau und Tochter vorbei, aber nur kurz - Alex ist noch kein Jahr alt und Jackie wollte wohl keinem irgendwas "zumuten"?!
Ab Dienstag waren Lutz und ich wieder arbeiten. Dienstagabend gab es dann einen gemeinsamen Top Gear-Abend mit Mel und Mark.
die erste australische Heilige
Mittwochabend haben wir gemeinsam gegrillt und anschliessend Bilder von Mel und Mark geguckt. Die beiden befinden sich seit Mai letzten Jahres auf Weltreise und es gab schon eine Menge von Russland, China, Mongolei, Vietnam, Thailand und auch schon von Australien zu sehen.
Donnerstag war für Lutz und mich vollkommen normal mit arbeiten und abends im Macquarie Shopping Centre einkaufen zu gehen.
Mark und Mel hatten Karten für "The Ashes" - einem Cricket Turnier zwischen England und Australien, das Australien haushoch verloren hat.
Vor St. Mary´s
Ach ja, ich kam ein wenig später im Shopping Centre an. In Australien ist Alkoholgenuss in der Bahn allerstrengstens verboten. In Wollstonecraft war ein Mann dazugestiegen, der vier Dosen von einem Cola-Whiskey-Getränk mit sich trug und aus einer trank. In St. Leonards kamen dann zwei Bahnleute durch die Wagen, auf der Suche nach dem Mann. Nach zehn Minuten dachte man, man wäre ihn los. In dem die Türen des Zugs schlossen, sprang der Mann in den Wagen, wo ich sass. Er versuchte, den Fahrgästen ein Gespräch aufzuzwingen. Da aber keiner reagierte, ging er durch den Wagen weiter. Als wir dann in Chatswood ankamen, wurde es interessant: Aufgeregte Bahnleute sprangen auf dem Bahnsteig hin und her und plötzlich tauchten drei Polizisten in voller Montur auf, als würden sie eine Schwerverbrecher erwarten. Nach fünf oder zehn Minuten ging es für den Zug weiter. Für den Mann nicht. Bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof sah man ihn an eine Wand gelehnt, wo die Polizisten ihn festnahmen.
Man hat hier versucht, mit Seifenschaum
Schnee nachzuempfinden
Am Freitagmorgen war dann Zeit, Mel und Mark zu verabschieden. Für die beiden ging es weiter nach Fidschi, bevor es nach Neuseeland und Südamerika geht. Lutz und ich können uns das ja garnicht vorstellen, wie es ist, ein Jahr lang aus einem zwanzig Kilo Rucksack zu leben, geschweige denn die Kilos immer mit sich rumzupöngeln. Und das, wo Mark und Mel einiges kleiner und schmächtiger sind als wir. Aber die Erfahrung einer Weltreise ist bestimmt grandios!
Burlesque mit Imogen
Ja, mir wurde dann mitgeteilt, dass ich nächste Woche meine letzte Woche an meiner momentanen Stelle habe. Das ist das blöde mit Zeitarbeit. Zeitgleich wurde mir ein Job im Einkauf angeboten. Ja, mal sehen, was sich daraus entwickelt. Die Abteilung hat mehr als genug Arbeit. Aber Lutz und ich werden Ende Januar um Australia Day (26. Januar) herum erstmal noch was Urlaub machen. Demnach könnte ich ohnehin erst Anfang Februar was neues anfangen.
Freitagabend haben Lutz und ich noch Dean und Leanne beim Thai in Narrabeen getroffen. Das Restaurant war nett - es gab gutes Essen, wir konnten draussen sitzen und konnten auf den nahen Lake Narrabeen blicken. Nach einem späten Käffchen bei den beiden ging es nach Hause.
Schonmal die Erinnerung, dass bald das
chinesische "Jahr des Hasen" beginnt
Samstagmorgen ging es - wie sollte es anders sein - zum Fischmarkt. Zum dritten Mal in Folge gibt es beim Sashimi keinen Thunfisch. Dafür haben wir jetzt zweimal dann Kingfisch probiert. Durch die Soja-Wasabi-Sauce schmeckt sowieso alles sehr ähnlich. Anschliessend ging es nach Glebe zum Broadway Shopping Centre. Dort wollten wir mal die Reisebüros abklappern, was es so an Angeboten für Fiji (in Deutsch Fidschi) gibt. Mit drei Möglichkeiten sind wir nach Hause gefahren, erstmal eine Runde darüber schlafen. Gegen späten Nachmittag sind wir dann mit dem Zug in die Stadt gefahren. Es war die erste Nacht des Sydney Festivals, wo dann in der ganzen Stadt was los ist. Wir sind als erstes durch die neuangelegte Fussgängerzone in der Pitt Street zum Hyde Park gegangen. Die Stadt war ohnehin schon voll. Im Hyde Park gab es eine Bühne und davor schien es schon fast kein Plätzchen mehr auf dem Gras zum Sitzen zu geben. Gegenüber der Bühne gab es einen Bereich mit Ess- und Getränkeständen.
The Mint
Neben der St. Mary's Kathedrale, wo jetzt auch eine Statue von Mary McKillop steht, gab es Filmchen von Sydney aus den 1920er und 1930er Jahren. Und man konnte wieder neue Trinkfläschchen und Handventilatoren von der ANZ Bank bekommen. Vor der Kathedrale gab es sowas wie einen Biergarten/Cafe, wo wir uns zur Feier des Tages ein Weinchen gegönnt haben. Bääh, war der schlecht!!
Emmylou & Co. in The Domain
Wir sind dann zurück in den Hyde Park, um dort auf der grossen Bühne verschiedene Sänger, eine Burlesque-Tänzerin und Akrobaten zu sehen. Da der "Essbereich" vollkommen überfüllt war und man sich in einer langen Schlage hätte anstellen müssen, haben wir uns entschieden, zu einem Japaner zu gehen, bevor es zur Domain ging. Der Japaner konnte lecker kochen und so sind wir dann über Macquarie Street Richtung Domain gezogen. Interessant war, dass auf der Veranda und dem darüberliegenden Balkon von "The Mint", wo letztes Jahr ein Blasorchester sein Können unter Beweis gestellt hatte, dieses Jahr eine Trommelgruppe stand. Die Gruppe muss aber noch viel grösser gewesen sein! Am Martin Place standen zwei grosse Trommeln und am alten Krankenhaus standen auch Trommeln. So wussten wir dann später auch, wo die anderen Trommler gewesen waren, die bei dem "Trommelzwiegespräch" dabei gewesen sind. Immerhin hörten die Mint-Trommler zwischendurch auf und man hörte Trommeln in der Ferne. In Domain spielte erst noch ein DJ auf. Als wir dann ein Fleckchen für uns gefunden hatten und unsere Picknick-Decke ausgebreitet hatten, kam dann - extra aus Alabama, USA angereist - Emmylou Harris and her Red Dirt Boys auf die Bühne. Sie muss in der Country & Western-Szene ein Weltstar sein. Lutz fand die Musik zu ruhig und ich fand Emmylou's Stimme streckensweise zu schrill. So haben wir uns auf den Heimweg begeben. Vorbei bei den Pennern, die inzwischen auch begonnen hatten, Strassenmusik zu machen. So gut, wie der "Guitar Hero" Tom, der in Pitt Street "Spanische Gitarre" gespielt hatte, waren sie aber bei weitem nicht. Am Chifley Square gab es noch eine Polynesische Truppe. Die einen machten Musik und die anderen dazu Kokosnüsse mit Macheten auf. Das war noch lustig. Aber der DJ direkt danach hatte seine Hausaufgaben für den Soundcheck nicht gemacht. Der Bass dröhnte zu sehr von den Häusern zurück und wir haben uns - die Äpfel der Polizeipferde umschiffend - auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Für mich interessant war, dass alle Polizeipferde statt Hufeisen Hufschuhe trugen. Vielleicht sollte ich beim nächsten "Treffen" mal so einen beritten Polizisten fragen, ob Eisen zu glatt auf dem Asphalt sind oder ob die Pferde einfach nur unbeschlagen sind und dadurch bei Einsätzen Hufschuhe tragen. Lutz hat ja sowieso seine eigene Meinung von Pferden in (grossen) Menschenmengen. Ich denke, wenn Pferde ordentlich gegen alle möglichen Widrigkeiten trainiert werden, dann Polizeipferde. Aber wenn die Polizisten nicht auf sich aufmerksam gemacht hätten, hätte man überhaupt nicht mitbekommen, dass man von Pferden auf Leistetretern verfolgt wurde....
Polynesisches am Chifley Place
Nach einem gemütlichen Frühstück auf dem Balkon ging es dann Sonntagvormittag wieder zum Broadway Shopping Centre - den allerersten Urlaub seit fünfzehn Monaten ausserhalb von Australien zu buchen. Ab dem 20. Januar geht es für eine Woche nach Fiji. Da das Wetter gut war, sind wir anschliessend noch was durch Glebe gebummelt, haben im Brennan Park gegammelt und nach dem Abendessen war das Wochenende ja auch schon so gut wie wieder vorbei.

Montag, 3. Januar 2011

Frohes neues Jahr!

Lutz´s Lori-Schau
In Australien gibt es ja tollerweise die Regelung, dass wenn ein Feiertag auf einen Wochenendtag fällt, der darauf folgende Wochentag auch frei ist. So hatten wir, weil Weihnachten auf das Wochenende fiel, Montag und Dienstag auch noch frei. Und so werden wir auch noch den dritten Januar frei haben, weil Neujahr ja auf einen Samstag fallen wird.

Die beiden extrafreien Tage haben wir hauptsächlich in Einkaufszentren verbracht. Montag nur zum Vergnügen und Dienstag, weil der Beamer unsere Frage beantwortete, was wir uns zu Weihnachten schenken könnten. Er gab nämlich seinen Geist auf. Also ging die Sucherei los: Welche Fernseher-Angebote gibt es und welche für Beamer und was von beidem wollen wir überhaupt? Der Thai in Waverton hielt uns bei unserer Entscheidungsfindung mit seinem super Essen bei Laune.
Ein Laden in West Ryde, der sich auf Heimkinos spezialisiert hatte, hatte die beiden Tage leider zu. Lutz hatte ja zwischen den Tagen frei. Ich musste Mittwoch und Donnerstag arbeiten. Aber vier Stunden pro Tag bekommt man schon gut rum. So hat Lutz mich dann um zwei von der Arbeit abgeholt und wir sind nach West Ryde gefahren, was ja nah ist, da ich in North Ryde arbeite. Lutz hatte sich im Internet zum Thema Beamer schon bestens informiert. Irgendwie hatte sich halt herausgestellt, dass ein paar Punkte mehr für einen neuen Beamer als für einen Fernseher sprachen. Und so kamen wir später mit einem neuen Beamer nach Hause.
Lutz war morgens in Lane Cove mit den Flugzeugen und dem Hubi fliegen gewesen und erzählte, dass unterhalb von dem College auf dessen Wiese er fliegen war, eine Bucht mit Pool war. Eigentlich wollten wir sowieso noch laufen gehen. Uneigentlich hatte ich etwas wenig getrunken und somit leichte Kopfschmerzen. Als "Migräne-Spezialist" wollte ich es nicht drauf ankommen lassen, dass durch die Bewegung die Kopfschmerzen stärker wurden (aber es war glücklicherweise keine Migräne). Also haben wir einen zweieinhalb Stunden Spaziergang nach Lane Cove und zurück gemacht, um festzustellen, dass es zwar den Pool gibt, der aber mal generalüberholt werden müsste.
Ausserdem hat Lutz in den beiden Tagen, wo ich noch arbeiten musste, seine Freundschaft zu den Lories vertieft. Es ist soweit: Als er Donnerstagmorgen in der Küche war, ist ein Lori in unsere Wohnung geflogen, hat sich auf die Lehne eine Stuhls am Esstisch gesetzt und Lutz mitgeteilt, dass doch jetzt Zeit für seinen Apfel sei. Klar, "Menschlich" sprechen die kleinen Biester ja nun nicht, aber sie können sich schon durchaus und auch nachhaltig bemerkbar machen. Ach ja, Lutz isst sein Müsli ja gerne auf dem Balkon. Einen Morgen ist ein Lori ihm fast in die Müslischale gestiegen. Wenn Lutz das isst, ist das vielleicht auch für einen Lori toll?!
Donnerstag hatten wir unseren langen Donnerstag vorverlegt - ich bin von der Arbeit dort hingegangen und hab Lutz dort getroffen. Da ich hier als "Visa-Anhängsel" privat krankenversichert bin und mit meiner Versicherung pro Jahr zwei Brillengestelle "umsonst" bekomme, sind wir nach einem verspäteten Mittagessen zum Optiker. Nach so einer langen Zeit mit Kontaktlinsen kann ich ja jetzt mal was spielen mit Brillen und Linsen. Mit Augentest und allem drum und dran dauerte es aber zu lange, so dass Lutz dann alleine dem Einkaufsvergnügen im Wollies frönen musste. Immerhin mussten wir ja um sechs zuhause sein. Dann sollten unsere ersten CouchSurfer Mel und Mark, ein weltreisendes Pärchen aus England, ankommen.
So war es dann auch und zum ersten Beschnüffeln sind wir mit ein paar Snacks erstmal nach gegenüber in den Park gegangen. Ein Kookaburra sass dabei sehr herrschaftlich auf einem Geländer und betrachtete "sein Reich".
Abends gab es ein dann noch "Beschnüffel-Dinner" mit unseren neuen Bekannten.
Freitag sind die beiden nach einem gemeinsamen Frühstück erstmal losgezogen, Freunde treffen und Lutz und ich sind nach Clontarf an den Strand gefahren. Der Tip, dorthin zu fahren, kam von einer Kollegin von mir. Es war wirklich herrlich, zum Strand zu fahren und so gut wie sofort einen Parkplatz zu bekommen. Das kannten wir garnicht mehr, da man in Balmoral, Manly, Bondi und sonstwo erstmal noch eine Viertelstunde oder länger auf Parkplatzsuche um die Blocks kurvt. Der Strand an einem kleinen Reserve mit Wiese und Picknickplätzen war auch toll. Ok, das Wasser hätte für uns einiges wärmer sein können. Aber ansonsten werden wir mal schauen, wie es dort ist, wenn man unter der Woche nach der Arbeit dort ankommt. Der Strand scheint eine echte Alternative zu allen anderen Stränden zu sein. Nach einem Mittagessen beim Vietnamesen in Crows Nest sind wir wieder nach Hause, wo Mel und Mark sich gerade darauf vorbereiteten, zum ehemaligen BP-Park zu gehen, um dort zum Jahreswechsel zu sein und um vorallem von dort das Feuerwerk zu sehen. Lutz und ich haben uns viel Ruhe angetan. Nach einem Nickerchen haben wir uns erstmal noch Pfannkuchen gemacht, Dinner for One, was auch hier läuft, verpasst, bevor es mit der Bahn zum Milsons Point ging. Mein Güte - es waren so viele Leute unterwegs! Und wahrscheinlich ist Silvester der Tag, wo in der Hazelbank Road der meiste Verkehr herrscht. Es fahren so viele Leute durch die Strasse auf der Suche nach einem Parkplatz, um dann für's Feuerwerk runter ans Wasser zu laufen.
Vom Milsons Point aus haben Lutz und ich uns um neun Uhr das Familienfeuerwerk angeschaut. Eigentlich wollten wir am Luna Park entlang zum McMahons Point laufen. Bloss hatte der Luna Park den Weg dorthin gesperrt, damit die zahlenden Gäste auch ein Plätzchen hatten, von wo aus sie das Feuerwerk sehen konnten. Im Luna Park selber ist die Aussicht auf den Hafen sehr minimal. Für uns hiess es daher, den ganzen Berg vom Milsons Point wieder hoch zu laufen. So kamen wir aber durch die Lavender Bay und auch am Commodore Hotel vorbei. Da es ja reichlich warm war und man an vielen Plätzen, von wo aus man Feuerwerk gucken konnte, keine Flaschen und schon garkeinen Alkohol mitbringen durfte, sind wir erstmal dort eingekehrt, bevor wir durch die Absperrung an der Blues Point Road zum McMahons Point gegangen sind.
McMahons Point war wirklich überfüllt und der Sydney-Silvester-App, den Lutz auf sein iPhone geladen hatte, teilte uns schon länger mit, welche Orte in der Stadt dicht, sprich von Menschen überfüllt waren. Ausserdem war McMahons Point "dicht". Wir sind trotzdem reingekommen. Und da wir uns ja ein wenig auskennen, sind wir dann noch weiter ins Blues Point Reserve gegangen, damit wir auch noch was Richtung Westen vom Feuerwerk mitbekamen. Dann hiess es warten. Zwei Stunden lang. Im Dunkeln schwammen die vielen beleuchteten und geschmückten Boote und Schiffe herum. Ansonsten gab es nur immer wieder etwas Abwechslung, wenn ein kleines Boot versuchte, näher an die Harbour Bridge zu kommen. Es war wirklich ein Schauspiel, wie dann in den meisten Fällen die Wasserpolizei das mitbekam, angesaust kam und das Boot wieder "weiterweg" schickte. Auch wenn ich vorher immer gesagt hab "Hier gibt es den Sommer über so viele Feuerwerke - das Silvesterfeuerwerk ist einfach nur 'noch eins'." - neee, das Familienfeuerwerk, auch gerne "das kleine" genannt, war schon toll. Aber das grosse Feuerwerk in Sydney ist wirklich, wirklich, wirklich grandios, einzigartig, super! Synchron wird das Feuerwerk von den sieben Pontons, die entlang des Hafens abgeschossen, man sollte wirklich darauf achten, eine gute Sicht auf die Harbour Bridge zu haben, von manchen Hochhäusern von Sydney werden auch noch Raketen abgeschossen. Das ist wirklich ganz, ganz toll!
Und wie eigentlich immer in Australien: Mit dem das Feuerwerk vorbei war, räumten auch wirklich sofort alle zusammen und alles ging nach Hause. Nur bei tausenden Leuten dauert das was. Lutz und ich dachten, mit unserer Ortskenntnis könnten wir die Sache für uns abkürzen. Aber überall waren die Wege versperrt und wir mussten mit allen anderen zusammen die ganze Blues Point Road hoch. Das sah von weitem schon beeindruckend aus, wie die Leute dicht an dicht die Strasse hochgingen. Wir irgendwann mittendrin. Wir haben in Waverton noch nie einen Stau erlebt. In der Neujahrsnacht war es dann soweit. Wie schön, dass wir vieles fussläufig erreichen können!
Da Lutz und ich ja noch nicht auf das neue Jahr angestossen hatten, da es ja überall dieses Alkoholverbot gab, haben wir uns, als wir um eins zurück waren erstmal gemütlich mit Sekt und Melönchen auf den Balkon gesetzt. Etwa vierzig Minuten später waren Mel und Mark dann auch zurück. Über Umwege - unser Nachbarhaus sieht von aussen unserem ja schon sehr ähnlich und so sind die beiden dort rein und haben sich erstmal gewundert, dass bei der Unit 8 in dem Haus der Schlüssel nicht ins Schloss wollte. Irgendwie sind sie doch dahinter gekommen, dass sie falsch waren und landeten dann doch bei uns.
Lutz und ich müssen mal in das Haus nebenan zur „Teppichbesichtigung“, da die beiden hauptsächlich am Teppich im Treppenhaus festgemacht hatten, dass sie falsch sind.
Samstag haben wir den beiden Palm Beach gezeigt und zum Mittagessen ging es ins Newport Arms, bevor wir wieder nach Clontarf an den Strand gefahren sind. Nur im Gegensatz zum Vortag hatte nun wohl JEDER die Idee, an den Strand zu fahren. Viele hatten Tische, Stühle, Grills und alles mögliche andere dabei. Lutz hat uns kurzerhand am Wasser rausgelassen und alleine weiter nach einem Parkplatz gesucht, den er glücklicherweise auch relativ schnell gefunden hat. Zum Abendessen wollten wir eigentlich noch eben im Wollies in Crows Nest was kaufen. Bloss hatte der eine halbe Stunde zuvor zu gemacht. Während wir überlegten, wo noch ein Coles oder IGA sind, durften wir noch das Schauspiel beobachten, wie etliche andere Leute auch versuchten, in den Woolies zu gehen. Nachdem wir aber feststellen mussten, dass der Coles in St. Leonards auch schon zu war, haben wir uns Pizza besorgt und sind nach Hause.
Palm Beach - Pittwater Seite 
Irgendwie waren Mel und Mark ja schon ein paar Tage in Sydney, als sie bei uns ankamen. Aber irgendwie schienen sie noch nicht so viel gemacht zu haben. Wie auch immer - die Gelegenheit war gut, dass Lutz und ich zum Fischmarkt kamen und so haben wir die beiden mitgenommen. Stephan und Stefan, da keine Fischesser, waren ja nur mässig begeistert gewesen. Aber unsere beiden Engländer waren das genaue Gegenteil und hin und weg, welch tolle Sachen Sydney "hinter den Touri-Sachen" noch so zu bieten hat. Na ja, die asiatischen Touries kennen den Fischmarkt sehr wohl... Anschliessend haben wir den beiden den Weg nach Sydney rein gezeigt, haben im Broadway Shoppingcentre noch schnell ein paar Sachen gekauft und sind ab in den Brennan Park auf die grüne Wiese. Zum Glück hatte "Familie Hans" (die Kookaburras) nur gemässigt Zoff - das wäre auf die Dauer ja nicht auszuhalten gewesen! Abends mussten wir wegen Wetter die Pfanne statt den Grill bemühen, was geschmacklich aber nicht weiter schlimm war.
Und wo wir ja den neuen Beamer hatten, haben wir unser Wii-chen mal entstaubt. Irgendwann kamen auch Mel und Mark wieder und bis Mitternacht haben wir alle zusammen noch gespielt.

Dienstag, 21. Dezember 2010

“Gemischtes”

In Balmoral bei den "Carols by Candlelight"
Bis Mittwochnachmittag verlief unsere Woche in normalen Bahnen. Abends kamen dann Stephan und Stefan an. Die beiden hatten ein Auslandssemester an der Sunshine Coast in Queensland absolviert und nutzten ihre verbleibende Zeit, um mit einem Camper Van durch Australien zu reisen. Lutz kannte Stephan von seiner Arbeit in Monheim.
Da es tollstes Sommerwetter war, ging es einfach nicht anders: Wir mussten zum Abendessen nach Neutral Bay ins The Oaks! Mit viel Glück haben wir noch einen Tisch draussen unter der grossen Eiche gefunden. Das war so ein herrlicher Abend: Das Wetter passte, alle waren bester Laune, das Bier schmeckte und die selbstgegrillten Steaks natürlich auch. Eigentlich ist es echt schade, dass in Sydney so wenig Platz für so Biergarten-ähnliche Restaurants/Kneipen ist.
Während Stephan und Stefan am Donnerstag Sydney erkundeten und sich im Löwenbräu das lang vermisste Weissbier schmecken liessen, hatten Lutz und ich einen normalen Donnerstag mit Einkaufen im Macquarie Centre.
Stillleben - Stephan, Stefan und ich
Freitag sind wir mit den Jungs nach Crows Nest gegangen. Erst gab es Pizza bei den Mario Bros. Dort hatten wir dann auch eine lange Unterhaltung mit dem Pizzeria-Besitzer Mario, da Stephan behauptete, Reinhard, den Besitzer vom Löwenbräu zu kennen (…). Mario ist schon ein halbe Ewigkeit in Australien und konnte sich noch gut an die Zeiten erinnern, als man im Sommer einfach seine Badehose anzog, sich auf’s Motorrad setzte, ohne auch nur mehr als die “Speedoes” anzuhaben und zum Strand zu düsen. Ach ja…
Später ging es ins Crows Nest Hotel, wo zwei “Guitar Heroes” ihr Reportoir zum Besten gaben. Plötzlich kam noch eine Truppe verkleideter Männer rein. Wir vermuten mal, dass es sich um einen Junggesellenabschied handelte. Alle zirka zwanzig Mann waren im Stil der 80er verkleidet und hätten von der Kleidung her aus dem Village People-Video zu “YMCA” entsprungen sein können. Wir haben Tränen gelacht und die Jungs hatten auf alle Fälle auch jedemenge Spass!
Palm Beach vom West Head aus
Samstagmorgen ging es dann zum Fischmarkt. Wie sollte es anders sein?! Stephan und Stefan sind dann weitergefahren auf ihre Blue Mountains-Tour und Lutz und ich sind nach Hause gefahren, eine ruhige Kugel schieben. Abends ging es noch nach Balmoral zum “Carols by Candlelight”. Mit Dieter und Chris und Dean und Leanne ging es zu den vielen Leuten, die schon um The Rotunda herum picknickten, um dem Chor zu lauschen beziehungsweise die Weihnachtslieder mitzusingen. Einige kannten Lutz und ich aus Deutschland. Jetzt haben wir sie auch mal auf Englisch gesungen.
Nach einem guten Frühstück haben wir den beiden Jungs noch eben den West Head Lookout gegenüber von Palm Beach und die Akuna Bay gezeigt, bevor es für die beiden nach Canberra weiterging. Wir haben es uns wieder im Park gemütlich gemacht, bevor wir im Wolkenbruch zum Thai nach Waverton runtergegangen sind. Das war sehr sehr schlechtes Timing… Das Essen hat aber alles wieder wettgemacht!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Und schon wieder: Blaue Berge

Lutz und Rudolph
Montagmorgen haben wir Nicole verabschiedet. Und just als sie uns verlässt, um in Neuseeland weiterzureisen, klart der Himmel auf und die Sonne kommt zum Vorschein. Für Nicole blöd gelaufen, wir freuen uns natürlich, dass es endlich wieder schön ist.
Mittwochmittag kamen unsere neuen Vorhänge. Von “ausgeblichen-grün” zu “beige-braun”. Na ja… eigentlich wäre uns eine Fliegengittertür am Wohnungseingang lieber gewesen, damit man abends mal ordentlich hätte durchlüften können. Aber… einem geschenkten Gaul und so weiter und so fort…

Leanne Betsie, Lutz Lenny
und Ines Gail

Abends haben wir erstmal das endlich schöne Wetter genutzt und sind zum Abendessen-Picknick runter in die Oyster Bay gegangen. Das war mal wieder fällig – vorallem nach dem vielen Regen. Herrlich, wieder am Wasser sitzen zu können, ohne nass zu werden. Ja, und dann waren es ja nur noch wenige Tage bis zum langen Weihnachtswochenende mit Lutz’s Firma. Da es Samstagabend ja ein Krimi-Dinner mit Kostümierung um die 1920er herum geben sollte, haben wir Mittwoch noch schnell Anproben gemacht und geschaut, ob noch was fehlt. Da wir das Ganze nicht so ganz ernst genommen haben, hatten wir einen Heidenspass – was sahen wir bescheuert aus!!
Der Donnerstag war wie immer: Langer Donnerstag im Macquarie Shopping Centre. Wenn wir dann im Woolies einkaufen, bezahlen wir oft bei den selben Kassiererinnen. Bei einer stehen wir seltener an, was hauptsächlich daran liegt, dass sie selten kassiert. Aber sie hat ein sehr gutes Gedächtnis! Irgendwann vor unserem Northern Territory-Trip hatten wir ihr erzählt, dass wir in Urlaub gehen würden. Donnerstag fragte sie Allenernstes, wie der Urlaub gewesen sei!!
Freitag hatte Lutz gegen Mittag schon Feierabend und als ich dann endlich nach Hause kam, ging es auch schon los in die Blauen Berge zum Weihnachtsfeierwochenende. Lutz hatte auch schon das in Katoomba gekaufte “Rudolph-Auto-Set” am Mazda montiert, so dass es mit roter Plüschnase und links und rechts je einem Plüschgeweih losging.
Dean ?, Ines Gail und Lutz Lenny
Nachdem alle im Lilianfels Resort in Katoomba alle angekommen waren und sich über den Plüsch-Kookaburra, der auf jedem Bett zum Kaufen lag, gefreut hatten (natürlich konnte er auch – auf Knopfdruck - lachen), holte uns der Bus zum Abendessen ab. Die kurze Reise ging zum Solitaire Restaurant. Das war klein und fein und schnuckelig, mit Blick ins Jamison Valley. So lernten Lutz und ich das erste Mal an diesem Wochenende eine neue Gegend in den Blue Mountains kennen. Nicht das Tal, aber die Gegend, wo das Restaurant lag. Das Essen war hervorragend und so auch die Stimmung. Bemerkenswert war aber auf alle Fälle, dass die Bedienungen immer genau wussten, wer welches Getränk bestellt hatte. Wir waren um die zwanzig Leute und es waren noch ein paar weiter Gäste dort! In vielen Restaurants kommt die Bedienung ja schon bei weniger als fünf Leuten am Tisch ins Schleudern… Aber dort: Super! Perfekt! Jeder bekam, was er bestellt hatte, ohne dass vorher gefragt wurde „Wer hat das … bestellt?“.
Nachdem alle satt waren und der Bus uns zurück ins Hotel brachte, sind wir noch mit einigen Leuten in den pool room gegangen. Das war lustig, da wir alle letztes Jahr auf der Weihnachtsfeier ja immer gerne den Ausspruch aus dem Aussie-Film “The Castle” >This goes straight to the pool room!< zitiert haben, sobald etwas toll war. Dieses Jahr hiess es dann >We go straight to the pool room!”. Und so haben wir dann alle zusammen und der Reihe nach und abwechselnd Billard gespielt.

Samstagmorgen musste Lutz gegen neun schon beim Meeting sein. So konnte ich mich in Ruhe fertig machen und gemütlich mit Chris frühstücken. Gegen halb elf holte der Bus wieder die ganze Truppe ab, zur Tour durch die Blauen Berge. Lutz und ich waren nicht so richtig scharf drauf, da wir ja gerade erst da gewesen waren. Andererseits hatte man uns auch schon gefragt, ob wir nicht den Fremdenführer geben wollten. Och nöö…



Jenolan Caves

Los ging es zur Scenic World – so wie wir es kannten mit der Zahnradbahn und „Indiana Jones“-Musik ins Tal, der mittlere Spaziergang durch den Regenwald und mit der Gondel wieder hoch. Anschliessend brachte uns Garth, der Fahrer, zu den Leura Cascades, wo Lutz und ich irgendwann feststellen mussten, dass wir dort mal auf unserer allerersten Tour in die Blue Mountains gepicknickt hatten. Weiter ging es durch Leura, dem wir bisher noch keine Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Warum eigentlich nicht? Leura ist viel netter als Katoomba! Weiter ging es nach Wentworth Falls. Dass es dort einen See gibt, wussten Lutz und ich auch noch nicht. Und die Fälle selber haben wir diesmal auch nicht gesehen. Eben schnell ging es noch zum Flat Rock, wo man wieder ins Jamison Valley schauen konnte. Ausserdem gab es dort eine inzwischen nicht mehr bewohnte Eremitenhöhle. Bei dem Wind dort war es eigentlich kein Wunder, dass der Eremit dort ausgezogen ist. Das Mittagessen fand unter einem grossen Pavillon im Garten “einer Frau” in Leura statt. Irgendwie hatte man den Eindruck, dort “privat” eingeladen worden zu sein. Die Tische waren schön gedeckt mit Silberbesteck und schönen Gläsern, frischen Blumen, verschiedene Weine gab es und einen tollen Apfelsaft. Irgendwann wurde das Buffet eröffnet mit Antipasti, Nudelsalat, Quiche, Salaten, Käse und noch vielem mehr. War das toll! Und wir wurden aufgefordert, noch einen kleinen Rundgang durch den Garten zu machen – der sei von dem selben Mann angelegt worden, der auch die Everglade Gardens angelegt hätte. Hmpf, noch was, was wir in den Blue Mountains noch nicht gesehen hatten. Aber der Garten war toll! In den Blue Mountains gibt es sehr viele Künstler. So ging es dann als nächstes in eine Töpferei. Die Sachen dort waren schön, aber halt das, was man in fast jeder Töpferei bekommt. So hat dort keiner etwas gekauft. Mitgenommen haben nur einige einige Mückenstiche, da die Töpferei mitten im feuchten Wald lag. Der letzte Programmpunkt war dann der Aussichtspunkt am Govett’s Leap. Eigentlich sollte es noch zum Evans Lookout und zu einer Schokoladenfabrik gehen. Aber alle waren müde und träge und hatten einfach keine Lust mehr, weiter rumzufahren. So sind wir dann schneller als geplant wieder am Hotel gewesen, was Lutz und ich direkt für ein Mittagsschläfchen nutzten, während andere raus sind, um am Pool zu liegen oder dort drin sogar zu schwimmen.

in der Lucas Cave


Und dann war es auch schon Zeit für das Krimi-Dinner. Um zu unserem Treffpunkt zu gelangen, mussten wir an (gefühlten) ALLEN anderen Hotelgästen vorbei. Die haben sich schon sehr gewundert, dass zweiundzwanzig kostümierte Leute durch das Hotel liefen. Bei Canapés gab es noch diverse individuelle Briefings von den beiden Schauspielern, die durch den Abend führten. Einer verkleidete sich anschliessend als Nikolaus, was das eine oder andere Kind an die Terrassentür lockte. Der Abend war grandios. Alle waren toll verkleidet und gaben alles, damit der Abend ein voller Erfolg wurde. Wir haben so viel gelacht – garantiert noch mehr als am Vorabend. Nachdem dann alles aufgeklärt war und der „Mörder“ enttarnt, war es für die beiden Schauspieler Zeit, Feierabend zu machen. Der Rest ging wieder in den pool room.
Sonntagmorgen haben nochmal alle zusammen gefrühstückt, bevor es dann für alle wieder gen Heimat ging.
Lutz und ich haben die Gelegenheit genutzt, schon auf halben Weg zu den Jenolan Caves zu sein. Also sind wir nochmal über eine Stunde weiter in die Berge gefahren und haben uns eine der vielen Höhlen angeschaut. Das war schon toll. Und da es dort noch viele Höhlen mehr gibt, die teilweise auch noch viel spektakulärer sind als die, die wir besichtigt haben, wird das nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir dort waren. Nur muss man das dann auch wieder mit einer Übernachtung oder ähnlichem verbinden.
in der Lucas Cave

Gegen halb sechs waren wir dann wieder in heimatlicheren Gefilden und haben in Crows Nest beim Vietnamesen schnell Laksa zum Abendessen gehabt. Schräg gegenüber bei der Kirche war draussen auch eine Weihnachtsfeier. Eine Band spielte Weihnachtslieder, während die Zuschauer vor der Bühne auf dem Rasen lagen oder sassen. So sind wir dann auch bei “carols by the tree” (Weihnachtslieder beim Baum) gewesen.
Nachdem wir unser Eis aufgegessen hatten, ging es nach Hause und schnell noch in den Park, die letzten Sonnenstrahlen - die tatsächlich aber noch reichlich intensive waren - tanken.
Und da war das Wochenende auch schon wieder vorbei….